Haustiere
Haustiere werden von Menschen seit inzwischen etwa 15.000 Jahren
gezüchtet und gezähmt. Während sie damals jedoch meistens
ausschließlich zum Nutzen, beispielsweise als Arbeitstier, gehalten
wurden, werden sie heute fast nur noch zum Vergnügen gehalten.
Besonders beliebt sind Hunde und Katzen, von denen es jeweils
hunderte Unterarten gibt, die sich wiederum untereinander kreuzen
lassen, woraus dann neue Unterarten entstehen. Wie bereits erwähnt
werden Haustiere heute hauptsächlich zum reinen Vergnügen gehalten:
Meist Kinder sind es, die sich die Tiere zu Hause halten möchten,
weil sie darin eine Art Lebenspartner sehen. Jedoch ist die soziale
Bindung an Tiere abhängig von den Interaktionen, die mit dem Tier
möglich sind. Ein Hund, der bekanntlich Emotionen und Zuneigung
zeigt, ist verständlicherweise wesentlich stärker an den Besitzer
oder die Besitzerin gebunden, und umgekehrt, als ein Hamster es
jemals sein könnte.
Haustiere - Vom normalen Haustier (z.B. Hunde) bis hin zum Reptil
Die Geschichte der Haustiere geht bis ins Jahr 13.000 vor Christus
zurück, als der Wolf zum Hund domestiziert (das bedeutet gezähmt)
und gezüchtet wurde. Damals diente der Hund jedoch lediglich als
Nutztier. Andere zu Nutztieren gemachte Wildtiere umfassten damals
schon Schweine, Rinder und Schafe ab dem achten Jahrtausend vor
Christus. Das erste Heimtier, also ein Tier, das nur zur Zierde und
zum Vergnügen gezüchtet wurde, war ab dem neunten Jahrhundert nach
Christus der Goldfisch, den die Chinesen domestizierten. Erst im
späten 19. Jahrhundert wurden, hauptsächlich in Europa, viele
weitere, dieses mal exotischere Tierarten, wie Wellensittiche,
Hamster, Meerschweinchen, Hasen und Kaninchen gezüchtet. Seit dem
späten 20. Jahrhundert gibt es aufgrund des Wohlstandes in
Mitteleuropa zahlreiche weitere exotische Haustierarten, deren
Vorfahren nicht einmal in Europa lebten. Sie kamen durch Zoos oder
Reisen buchen oder
günstig Urlaub in andere Kontinente nach Europa. So sind heutzutage den
meisten Kindern das Frettchen oder verschiedene Reptilien und
Amphibien als Haustier bekannt, obwohl diese Tiere hier nicht
heimisch sind und in den Wäldern Europas höchstwahrscheinlich sofort
sterben würden.
Haustiere und ihre Vorteile
Für Kinder können Haustiere sehr wichtig in der Entwicklung sein: Es
wurde wissenschaftlich bewiesen, dass Haustierbesitzer eine bessere
Immunabwehr des Körpers haben und körperlich aktiver sind, falls das
Haustier, wie ein Hund, viel Bewegung braucht. Außerdem sind
Haustierbesitzer generell offener anderen Leuten gegenüber, sind
ausgeglichener und glücklicher als Personen ohne Haustier. Außerdem
lernen Kinder durch die Haustierhaltung schon sehr früh,
Verantwortung für das Wohlbefinden des Haustiers zu tragen. Diese
positiven Eigenschaften können einen großen Einfluss auf
verschlossene und schüchterne Kinder haben, der sich auf deren
Entwicklung auswirkt. Die Vorteile sind offensichtlich: Offenheit,
Sozialverhalten, Gesundheit und Fitness werden gefördert.