Tiere in Gefangenschaft
Weltweit lebt eine Vielzahl von Tieren in Zoos, Tiergärten,
landwirtschaftlichen Betrieben, Forschungseinrichtungen und
Privathaushalten in Gefangenschaft. Während in Mitteleuropa durch
strenge Haltungsvorschriften eine relativ artgerechte Haltung der
Tiere bewerkstelligt werden kann, gibt es in anderen Teilen dieser
Welt großen Aufholbedarf.
Missstände in den Haltungsbedingungen führen bei so gut wie allen
Tieren zu so genanntem stereotypen Verhalten. Dieses Verhalten
äußert sich bei jeder Tierart anders, innerhalb der Arten sind die
Muster stereotypen Verhaltens im Wesentlichen gleich. In der Regel
ist ein solches Verhalten gekennzeichnet durch wiederholt und über
längere Zeit ausgeführte sinnlose Handlungen der Tiere in
Gefangenschaft.
Tiere in Gefangenschaft und der Umgang mit ihnen
Durch unzählige Beobachtungen und Forschungen,
konnte etwa bei in Gefangenschaft gehaltenen Großkatzen ein
monotones Auf- und Ablaufen an den Gitterstäben ihres Käfigs
festgestellt werden. Andere Tiere, wie etwa der Elefant, äußern
ihren Unmut bezüglich nicht passender Haltung durch dauerndes
Kopfschwenken. Auch bei Kleintieren, etwa den beliebten Nagetieren,
kommt es zu stereotypen Verhalten: Beobachtet man bei zum Beispiel
Hamstern oder Rennmäusen ein ständiges Nagen an den Gitterstäben, so
ist höchste Eile geboten, die Lebensbedingungen des Tieres zu
verbessern. Leider wird gerade bei vielen Haustieren wenig auf eine
artgerechte Haltung geachtet und stereotypes Verhalten unwissentlich
oft als Spielen oder Spaß missinterpretiert. Der Tierschutz hat daher auch bei Haustieren hohe Priorität. Und nicht nur in der realen Welt sondern auch im Internet wird dies sichtbar. Die Unterhaltungsindustrie setzt beispielsweise durch Kampagnen viel an den Schutz von Tieren. Und auch viele Kleinigkeiten gehören dazu - so wird zum Beispiel auch bei Online Games wie
Kampfstern Galactica auf den Tierschutz im Spielverlauf geachtet und hingewiesen.
Tiere in Gefangenschaft
und die Artgerechte Haltung
Obwohl in Deutschland strenge Tierschutzgesetze herrschen, leben
auch hier viele Tiere in Gefangenschaft nicht artgerecht. Gerade in
Tiergärten sind vom Bund gegen den Missbrauch der Tiere zahlreiche
teils gravierende Missstände dokumentiert: Menschenaffen die nicht
ihrem natürlichem Umfeld entsprechend, sondern auf glatten
Kachelböden und völlig ohne Klettermöglichkeiten gehalten werden
oder Eisbären inmitten von lauten Menschenmassen und unter
klimatisch völlig anderen Bedingungen, als das in ihrem natürlichen
Habitat der Fall wäre. Gerade bei Eisbären fordern viele Zoologen
ein Umdenken. Durch die Geburt des Eisbären Knut und dem dadurch
entstandenen Hype durch die mediale Ausschlachtung, sehen sich viele
Zoos gezwungen, ebenfalls Eisbären -hauptsächlich zur Steigerung des
Umsatzes des jeweiligen Zoos- zu halten und zu züchten. Das diese
Anstalten leider oft über wenig oder kein Wissen über die
artgerechte Haltung dieser Tiere in Gefangenschaft verfügen und
durch den Mangel an adäquater Infrastruktur, müssen viele Eisbären
ein trostloses Leben führen. Diese Umstände äußern sich, auch für
den wissenden Zoobesucher, wiederum in stereotypen Verhaltensweisen.
Die deutsche Regierung sowie die Europäische Union tragen eine
Verantwortung für die Tiere. Um dieser Verantwortung nachzukommen,
ist es notwendig die vorhandenen Gesetze zu verbessern, verschärfen
und wesentlich dichter zu exekutieren. Nur so kann eine artgerechte
Haltung der Tiere in Gefangenschaft garantiert werden. Profitieren
werden daraus letztlich auch die Besucher, die die Tiere dadurch bei
wesentlich natürlicheren und arttypischeren Verhaltensweisen
beobachten werden können.